Startseite » Chancenspiegel: Thüringen

Chancenspiegel: Thüringen

In der Dimension Integrationskraft lässt sich für Thüringen eine positive Entwicklung bezogen auf die Indikatoren zur sonderpädagogischen Förderung nachzeichnen. So sinkt der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf seit 2010/11 deutlich, verbunden mit einem Wechsel von der oberen in die mittlere Ländergruppe. Gleichzeitig besuchen anteilig immer weniger Schülerinnen und Schüler eine Förderschule (Exklusionsquote). Die Exklusionsquote sinkt zudem deutlicher als der Ländermittelwert; das Land wechselt 2011/12 von der unteren in die mittlere Gruppe. Der stetig steigende Inklusionsanteil des Landes geht einher mit einer konsequenten Einordnung in die mittlere Ländergruppe. Bezogen auf die Indikatoren zum schulischen Ganztag zeigt sich für Thüringen ebenfalls eine überwiegend positive Entwicklung der Anteilswerte. Sowohl die Anteile an ganztägig arbeitenden Schulen (Ganztagsschulanteil) als auch die Anteile an Schülerinnen und Schülern, die diese Angebote nutzen (Ganztagsschüleranteil), haben fast konsequent die Verortung des Landes in der oberen Ländergruppe zur Folge, wobei beide Anteile in den letzten Betrachtungsjahren nicht mehr weitersteigen. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die Angebote des gebundenen Ganztages nutzen, geht mit einem stabilen Wechsel von der oberen in die mittlere Ländergruppe ab 2006/07 einher.

Förderquote 2014/2015: 6,6 Prozent aller Schülerinnen und Schüler weisen einen sonderpädagogischen Förderbedarf auf (Bundeswert 7,0 Prozent).
Ländervergleich: Mittlere Gruppe.

Inklusionsanteil 2014/15: 33,3 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen eine allgemeine Schule (Bundeswert: 34,1 Prozent).
Ländervergleich: Mittlere Gruppe.

Exklusionsquote 2014/15: 4,4 Prozent aller Schülerinnen und Schüler besuchen eine Förderschule (Bundeswert: 4,6 Prozent).
Ländervergleich: Mittlere Gruppe.

Ganztagsschulanteil 2014/15: 76,8 Prozent aller Schulen sind Ganztagsschulen (Bundeswert: 59,4 Prozent).
Ländervergleich: Mittlere Gruppe.

Ganztagsschüleranteil 2014/15: 51,3 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in der Primar- und Sekundarstufe I besuchen eine Ganztagsschule (Bundeswert: 37,3 Prozent).
Ländervergleich: Obere Gruppe.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: 13,5 Prozent aller Schülerinnen und Schüler besuchen eine Ganztagsschule in gebundener Form (Bundeswert: 17,4 Prozent).
Ländervergleich: Mittlere Gruppe.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: Wegen fehlender Angaben in der amtlichen Statistik kann der Indikator zur Nutzung gebundener Ganztagsangebote nur für die Schuljahre 2002/03 und 2003/04 angegeben werden.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: In Sachsen-Anhalt können nur Anteilswerte für die Jahre 2002/03 bis 2005/06 angegeben werden. Grund dafür sind fehlende Angaben zu privaten Ganztagsangeboten in der amtlichen Statistik.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: Im Hinblick auf den Indikator zur Nutzung der gebundenen schulischen Ganztagsangebote können nur Anteilswerte für die Schuljahre 2002/03 und 2003/04 angegeben werden – für den Zeitraum ab 2004/05 fehlen Angaben zu privaten Ganztagsangeboten.

1: Aus der Schulreform im Saarland folgen im verwendeten Datensatz des Statistischen Bundesamtes Doppelzählungen einzelner Schulen, nicht aber im Datensatz zum Schulischen Ganztag der KMK. Da seitens der Statistiken nur diese Daten zur Verfügung stehen erhöht sich somit (vorübergehend) die Bezugsgröße „alle Schulen“, was gegenüber den Vorjahren ab dem Schuljahr 2012/13 zu geringeren Ganztagsschulanteilen führt.