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Chancenspiegel: Schleswig-Holstein

Vergleichsweise erfolgreich ist Schleswig-Holstein, wenn es um die Chancen von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf geht: Ein im Ländervergleich hoher Anteil von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf besucht eine Regelschule (Inklusionsanteil durchweg obere Gruppe) und der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, der an Förderschulen lernt, geht zurück (Exklusionsquote durchweg obere Gruppe). Dabei entwickeln sich beide Indikatoren positiver als dies in Deutschland im Schnitt (Bundeswert) der Fall ist. Mit Blick auf die Entwicklung des Anteils der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allen Schülerinnen und Schülern folgt Schleswig-Holstein dem bundesweiten Trend zu steigenden Förderquoten, wobei das Land immer jeweils der oberen oder mittleren Ländergruppe zugeordnet wird. In Bezug auf die Indikatoren zum schulischen Ganztag wird das Land durchweg in der mittleren bzw. unteren Gruppe verortet. Insbesondere der Ganztagsschulanteil steigt deutlicher als der Ländermittelwert, was ab 2005/06 zum Wechsel und Verbleib in der mittleren Gruppe führt. Blickt man auf die Indikatoren zur Nutzung ganztägiger Angebote (Ganztagsschüleranteil und Schüleranteil gebundener Ganztag), kann ebenfalls ein Anstieg der Anteilswerte festgestellt werden, allerdings in geringerem Maße als der Ländermittelwert.

Förderquote 2014/2015: 6,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler weisen einen sonderpädagogischen Förderbedarf auf (Bundeswert 7,0 Prozent).
Ländervergleich: Obere Gruppe.

Inklusionsanteil 2014/15: 63,4 Prozent aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf besuchen eine allgemeine Schule (Bundeswert: 34,1 Prozent).
Ländervergleich: Obere Gruppe.

Exklusionsquote 2014/15: 2,3 Prozent aller Schülerinnen und Schüler besuchen eine Förderschule (Bundeswert: 4,6 Prozent).
Ländervergleich: Obere Gruppe.

Ganztagsschulanteil 2014/15: 61,8 Prozent aller Schulen sind Ganztagsschulen (Bundeswert: 59,4 Prozent).
Ländervergleich: Mittlere Gruppe.

Ganztagsschüleranteil 2014/15: 25,6 Prozent aller Schülerinnen und Schüler in der Primar- und Sekundarstufe I besuchen eine Ganztagsschule (Bundeswert: 37,3 Prozent).
Ländervergleich: Untere Gruppe.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: 5,3 Prozent aller Schülerinnen und Schüler besuchen eine Ganztagsschule in gebundener Form (Bundeswert: 17,4 Prozent).
Ländervergleich: Untere Gruppe.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: Wegen fehlender Angaben in der amtlichen Statistik kann der Indikator zur Nutzung gebundener Ganztagsangebote nur für die Schuljahre 2002/03 und 2003/04 angegeben werden.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: In Sachsen-Anhalt können nur Anteilswerte für die Jahre 2002/03 bis 2005/06 angegeben werden. Grund dafür sind fehlende Angaben zu privaten Ganztagsangeboten in der amtlichen Statistik.

Schüleranteil gebundener Ganztag 2014/15: Im Hinblick auf den Indikator zur Nutzung der gebundenen schulischen Ganztagsangebote können nur Anteilswerte für die Schuljahre 2002/03 und 2003/04 angegeben werden – für den Zeitraum ab 2004/05 fehlen Angaben zu privaten Ganztagsangeboten.

1: Aus der Schulreform im Saarland folgen im verwendeten Datensatz des Statistischen Bundesamtes Doppelzählungen einzelner Schulen, nicht aber im Datensatz zum Schulischen Ganztag der KMK. Da seitens der Statistiken nur diese Daten zur Verfügung stehen erhöht sich somit (vorübergehend) die Bezugsgröße „alle Schulen“, was gegenüber den Vorjahren ab dem Schuljahr 2012/13 zu geringeren Ganztagsschulanteilen führt.