Schulsysteme der Länder

Die Chancenprofile der Bundesländer zeigen relative Stärken und Entwicklungsbedarfe.

Der Ländervergleich verdichtet die Informationen des Chancenspiegels auf der Grundlage besonders relevanter und für alle Länder verfügbaren Indikatoren zu „Chancenprofilen“ und zeigt, in welchen Gerechtigkeitsdimensionen die einzelnen Bundesländer im innerdeutschen Vergleich ihre relativen Stärken und Entwicklungsbedarfe haben.

Im Ländervergleich wird auf den Anteil der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allen Schülern (Förderquote), sowie an allgemeinen Schulen (Inklusionsanteil) und an Förderschulen (Exklusionsquote) fokussiert. Zudem werden Angebot und Nutzung ganztägiger Schulangebote in den Blick genommen. Bezogen auf die Durchlässigkeit der Schulsysteme geht es um die Anteile der Grundschüler, die auf ein Gymnasium übergehen, die Anteile der Klassenwiederholer, das Wechselverhältnis der Schüler zwischen höheren und niedrigeren Schularten sowie die Anteile der Jugendlichen mit maximal Hauptschulabschluss, die ins Duale System des Berufsbildungssektors einmünden. In der Dimension Kompetenzförderung werden folgende Indikatoren auf Grundlage der Ergebnisse von Leistungsvergleichsuntersuchungen in den Domänen Lesen und Mathematik berücksichtigt: Die mittleren Testleistungen, die Streuung der Testleistungen, der Abstand zwischen Schülern aus oberen und unteren Sozialschichten sowie mit und ohne Migrationshintergrund. In der Dimension Zertifikatsvergabe stehen die Absolventen und Abgänger des Schulsystems im Blick: Die Anteile der Absolventen mit Hochschulreife sowie die Anteile der Jugendlichen, die die Schule ohne mindestens einen Hauptschulabschluss verlassen.